Über den OSC (Geschichte)
1890
Als es am 6. Januar dem Schöneberger Lehrer Max Nitsche, nach jahrelangen Bemühungen endlich gelang in Schöneberg einen Turnverein zu gründen, konnte er auch nicht annähernd ahnen, dass er damit den Grundstein für einen der größten Berliner Sportvereine legte. Die zur Gründung versammelten 25 Personen gaben dem VerTitelblatt der Festzeitung von 1895ein den Namen „Schöneberger Männer-Turnverein“.

Titelblatt der Festzeitung
von 1895

Schöneberg war übrigens im dem Jahr noch eine Landgemeinde des Kreises Teltow. In dem kleinen Dorf Schöneberg, mit etwa 500 Einwohnern, gab es nur eine Turnhalle. Die Gemeinde-verwaltung stellte die Nutzung der Turnhalle nur in Aussicht, wenn mindestens die 25 Gründungs-mitglieder des Turnvereins, in die „Freiwillige Feuerwehr“ eintreten.  So waren unsere Gründungsväter, auch für die Sicherheit der schnell wachsenden Gemeinde Schöneberg zuständig.

1895

Nach dem großen Erfolg der Festzeitung wurde auf der Hauptversammlung des MTV, am 14. Oktober 1905 unter anderem beschlossen, ein Vereinsnachrichtenblatt zu gründen.

1897  
Wurde bereits die erste Frauenabteilung gegründet, die sich schnell und mit großer Begeisterung zu einer harmonischen, aufwärtsstrebenden Turngemeinschaft entwickelte und den Grundstein zum Familien-Turnverein legte.

1904
15 Männer trennten sich vom Schöneberger MTV und gründeten die „Turnerschaft Schöneberg“, in der sich starke Kinder- und Jugendturnabteilungen bildeten, später wurden auch Leichtathletik und Ballspiele erfolgreich betrieben.
 
1919
Wurde die Änderung des Vereinsnamens „Schöneberger MTV“ in „Turn- und Sportverein Berlin-Schöneberg e. V.“ beschlossen und der rote springende Hirsch in das Vereinswappen aufgenommen. Der Verein hatte damals bereits rund 1.600 Mitglieder.  Seit der Gründung des ersten Männerturnvereins in Schöneberg gab es in dem Stammverein des Clubs großartige sportliche Erfolge, aber auch schwere Krisen.

Nazizeit zwischen 1933 und 1944

Der TSV-Schöneberg, einer der Vorgängervereine unseres Clubs, machte in der Zeit, wie alle Sportvereine, eine Entwicklung durch, die jede individuelle Einstellung mit Gleichschritt bekämpfte und ausschaltete. Diese Gleichschaltung betrieben die Nazis mit Erfolg und kompromissloser Konsequenz, die heute noch bei vielen Menschen eine gewisse Ratlosigkeit (wie konnte das passieren) und auch Angst vor derartigen Entwicklungen auslöstDer Schriftsteller Erich Kästner schrieb (Schliersee August 45): "Die Geschenisse gehören nicht in die Geschichte, sodern in des Teufels Gesangbuch". 

Nachfolgend Meldungen den Vereinsnachrichten

aus den Jahren 1933-1944.

Am 4. Febr.1933 feierten die TSVer ein „Strandfest“ in Kostümen, mit zwei erstklassigen Ballorchestern und vielen Überraschungen, in den Festräumen des „Neuen Schöneberger Rathauses“ am Rudolf-Wilde-Platz. Der Hauptzeugwart meldete in den Vereinsnachrichten, das er im Jahr 1932 für die Anschaffung von Geräten 550 Mark ausgegeben hatte, u.a. für 14 Hand-, Faust- und Schlagbälle mit Schlaghölzern 230 Mark. Es gab noch einen Vorsitzenden, einen Oberturnwart, einen Kassenwart, einen Pressewart und einen Versicherungswart, der die Aufgabe hatte, Sportunfälle an Versicherungen weiterzumelden. Man sparte damals für das Deutsche Turnfest im Juli in Stuttgart, und der Hauptkassenwart gab auf der ordentlichen Hauptverssammlung im März 1933 in seinem Kassenbericht bekannt, das der Verein 13.937,78 Mark Einnahmen und 11.314,15 Mark Ausgaben hatte. Die Berichte aller Warte endeten noch mit einem Gut Heil für die Turnkameraden.

 Am 24.Juni 1933 Antreten aller Aufmarschteilnehmer zur Sonnenwendfeier mit Fahnenweihe, Weiherede, Weihesprüche, Bekenntnis zu Volk und Vaterland auf dem Rudolf-Wilde-Platz (heute: J-F-Kennedy-Platz). Am 1.August 1933 gibt der Reichsminister des Inneren die neuen Leitsätze für Leibesübungen im neuen Reich bekannt: „Erziehung des ganzen Menschen vom Leibe aus, Turnen und Sport müssen von jeder individualistischen Einstellung losgelöst, wahrhaft und volkstümlich werden“.

 Im Jahr 1934 war aus dem Strandfest ein Vereins-Stiftungsfest geworden und in der Hauptversammlung wählte man statt des Vorsitzenden einen Führer. Bei den Kameradschaftsabenden wurde das vollständige Erscheinen zur Pflicht, und erstmalig findet man ein Zitat von Adolf Hitler im TSVer. Doch ab 1934 weicht zunehmend die Normalität aus den Vereinsnachrichten und macht einer Entwicklung Platz, die ein verblüffendes Tempo hatte.<!--[if !supportEmptyParas]--> Am 2.August 1934 starb Reichspräsident von Hindenburg und die Reichswehr wurde kaum mehr als eine Stunde nach seinem Tode auf Hitler als ihren neuen Oberbefehlshaber vereidigt. Der Bericht des Oberturnwartes endete in diesem Monat zum ersten Mal mit Heil Hitler, statt mit Gut Heil. Im Oktober 1934 wieder eine entscheidende Veränderung. Die Eingliederung der Sportjugend in die Hitlerjugend.

Am 18.März 1935 wurde von 22-24 Uhr in Berlin die erste Luftschutzübung mit Verdunkelung durchgeführt. Zitat aus dem TSVer  Januar 1936: Ziehet ein in den größten Bund. „Die Widererstarkung unseres Volkes ist der politische Gedanke, der maßgebend war für die Gründung des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen. Damit war auch die Gleichschaltung im Deutschen Sport abgeschlossen.

„Sehet an die Fahne weht,

wohl dem, der zu ihr steht!“

Am 20.April 1936 feiert der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, im TSVer den Führer als Mensch unter Menschen, als Symbol für Zukunftsglauben von Millionen.

 Am 1. August 1936 eröffneten der Führer Adolf Hitler und der Reichskanzler die XI. Olympischen Sommerspiele in Berlin. Das erste Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele belegte Deutschland den 1. Platz vor der USA. In der Tat wurden die Olympischen Spiele in Deutschland zu einem Instrument, das die Massenloyalität gegenüber dem 3.Reich verstärkte und sie fanden gleichzeitig auch die Anerkennung im Ausland.

Die Nazis haben lange die Werbewirksamkeit Sportgestählter und Muskulöser Körper entdeckt.  Im Mai 1937 gewinnt eine TSV-Turnriege mit freien Oberkörpern einen Wettkampf, und steht dann barfuss, nur mit einer Turnhose bekleidet, für das Siegerfoto stramm.

Am 1. September 1939 erfuhren die Berliner, am frühen Morgen aus dem Rundfunk, vom Ausbruch des 2. Weltkrieges. In den TSVer Nachrichten 4/39 (erste Seite Bild vom Führer Adolf Hitler)

In der Ausgabe 6/39 eine recht merkwürdige Anleitung für das Faustballspiel: „Der eigene Angriff folgt erst auf die Ausschaltung des feindlichen oder nach gelungener Verteidigung. Zur Sicherung der Abwehr ist es unerlässlich, einige immer wieder auftauchende Fehler abzustellen. Trotzdem wird auf der gleichen Seite mehr Kameradschaft gefordert.

<!--[if !supportEmptyParas]--> Am 7. Januar 1940 gab es im TSV eine dem Ernst der Zeit angepasste Feierstunde zum 50-jährigen Geburtstag des Vereins. In den Kriegsjahren sind die Gedanken der TSVer bei den Kameraden an der Front. Am 19. Mai 1940 starb der erste TSV-Sportkamerad, H.G. Kaschke. Derartige Meldungen waren von nun an häufiger in den TSV-Nachrichten zu lesen.

Im letzen Mitteilungsblatt vom 1. Okt. 1944 erwartete der Vereinsführer für die WHW-Sammlung (Winterhilfswerk) von den wenigen zu Hause gebliebenen Mitgliedern einen vorbildlichen Einsatz. Danach gab es bis November 1947 keine Mitteilungen des Schöneberger TSV mehr.

 Das unter einigen Berichten im TSVer, etwa ab März 1943 das Heil Hitler wieder verschwunden war, mag man als Hinweis auf den kommenden Zusammenbruch des 3. Reiches deuten. Unter den meisten Berichten in den Vereinsmitteilungen war aber nie ein „Heil Hitler“ zu lesen, und viele Kameraden, die für den TSV- Schöneberg in den Jahren 1933-1944 ehrenamtlich gearbeitet haben, versuchten den Sport vor dem NS-Gedankengut so gut wie möglich zu schützen, und dazu gehörte damals sehr viel Zivilcourage. Wir wünschen uns, dass nie mehr solche Nachrichten wie die vorstehend zitierten erscheinen werden, und wir hoffen da sind ALLE einer Meinung!

 1934

Am 3. Oktober gründete der Sportlehrer Karl Gutsch die IV. Männerturnabteilung, aus der am 1.Januar 1977 die  selbstständige Prellballabteilung hervorging. Ein wesentlicher Faktor von Anbeginn, war die Pflege der Geselligkeit, die bei unzähligen Wanderungen im Heimatbereich und darüber hinaus gepflegt wurden.  

1937
Ein Jahr nach den Olympischen Spielen fand das erste Leichtathletik Sportfest, das ISTAF der Vereine BSC-OSC-SCC statt. (DSC 1922 gegründet, DOSC 1926 gegründet, aus DSC und  DOSC wird 1943 der Olympische Sport-Club)

1945

Alle Sportvereine, wie auch der TSV Berlin-Schöneberg, mit einem Führer an der Spitze, waren seit 1933 gleichgeschaltet und mit einer Menschen diskriminierenden Satzung versehen. Sie hatten äußerlich das Bild von NS-Organisationen und wurden von den Alliierten Siegermächten verboten.

1947
Nach der Wiederzulassung von Sportvereinen durch die Alliierten, gründeten ehemalige Mitglieder der alten Schöneberger Vereine den „Schöneberger Turn- und Sportverein“ und die Mitglieder des OSC und den  OLYMPISCHEN SPORT-CLUB BERLIN-SCHÖNEBERG.

1949
Durch die Fusion der beiden traditionsreichen Vereine, Olympischer Sport-Club (mit dem Schwerpunkt Leichtathletik) und des Schöneberger Turn- und Sportvereins, entstand der „Olympische Sport-Club Berlin-Schöneberg, Verein für Turnen, Sport und Spiel von 1890 e. V.“.  Am 5. Oktober erhielt der Verein seine Zulassungsurkunde vom Magistrat von Groß-Berlin.  Diese Urkunde ist von dem damals überaus beliebten Berliner Oberbürgermeister Ernst Reuter unterschrieben. Den beiden Vorsitzenden der Fusionsvereine Willi Kielmann (gest. 1973) und Werner Saeger (gest. 1978) gebührt stets unser Dank für ihren Weitblick und den Mut zur Aufgabe der Selbstständigkeit.  Das Stahlgrau des ehemaligem DSC wurde als Vereinsfarbe für die Sportkleidung gewählt und als Abzeichen der weinrote springende Schöneberger Hirsch, im weinrotem Kreis, auf dem stahlgrauen Grund.

Am 5. Oktober gründete Karl Freiberg (später Präsident und Ehrenpräsident des OSC) die Handballabteilung.  In der Baracke IV begann am 3. Februar auch die Geschichte der Tischtennisabteilung im OSC. Abteilungsleiter und Mitbegründer war Walter Segieth

1950
Das erste Rhönrad kam schon 1935 nach Berlin. Nach dem Krieg erlebte es im Jahr 1950 seine erste Renaissance. Gründer der Rhönradabteilung war der mehrfache Berliner Meister im Rhönradturnen Artur Albrecht. In dem Jahr wurden die Faustballabteilung und die Feldhockeyabteilung von Dr. R. Berger und E. Weil gegründet.

1951
Wurde die Tennisabteilung von Heinz Titz und Alfred Boneß gründet.  Die Anfänge waren bescheiden. Drei Plätze und behelfsmäßige Clubräume standen zur Verfügung.

Am 1. Juli wurde von Rudolf Matzke, unterstützt von Karl Freiberg, Werner Jacobi und Werner Saeger die Abteilung Frauen-Kunstturnen gegründet. Die Kunstturngruppe hat nach dem Krieg Turngeschichte geschrieben. Unter dem Namen „Amsel Turnriege Berlin“  wurde sie zum Aushängeschild Berlins und erhielt weltweit Anerkennung. Rudi Matzke trat von Anfang an für die Anerkennung des Olympischen Frauenturnens ein und setzte diese Sportart schließlich gegen den Widerstand der Frauenführung des Deutschen-Turner-Bund durch.  Die Amseln hatten im internationalen Maßstab eine einmalige Erfolgsserie. Im Frauen-Mannschaftsturnen setzen sie sich auch gegen Ländermannschaften erfolgreich durch. In über 700 Turnwettkämpfen (davon 96 internationale Begegnungen) gab es nur 41 Niederlagen. Die Amseln waren in den Eröffnungsprogrammen der Deutschlandhalle, bei der Grünen Woche und starteten  Sechstagerennen im Sportpalast.

Es gab noch keine sportärztlichen Beratungsstellen und so leisteten die OSC-Mitglieder Prof. Dr. Kurt Maidorn und Rudolf Matzke Pionierarbeit, denn die Amseln waren die ersten Sportlerinnen die im Amt für Arbeitsmedizin periodisch sportärztlich untersucht wurden.      

In diesem Jahr wurde auch die Fechtabteilung von Wilhelm Radke gegründet. Zu dieser eleganten und dynamischen Sportart kam später das Szenische Fechten (Theaterfechten) dazu.

1953
Am 1. Dezember gründeten Frau Bücker und die Herren Müller, Schröder und Wolke die Eis- und Rollsportabteilung. Später kam die Sparte Rollhockey dazu.

1963
Robert H. Lochner, der Berliner Dolmetscher des Amerikanischen Präsidenten John-F.-Kennedy und Direktor des RIAS-Berlin, war 32  Jahre Mitglied  im OSC. Er  spielte bei uns jeden Dienstag, bis ins hohe Alter von 84 Jahren, im Sommer wie im Winter, mit Leidenschaft Faustball.

Als der Amerikanische Präsident Präsident John-F.-Kennedy, am 26. Juni 1963  Berlin besuchte, wollte er an der entscheidenden Stelle seiner Berliner Rede, nicht patzen. Auf einer Karteikarte aus dem Büro Willy Brandts, notierte Robert H. Lochner,  handschriftlich die deutsche Aussprache, des wichtigsten Satzes: "Ish bin ein Bearleener". Als Kennedy den  Satz von der Terrasse des Schöneberger Rathauses in die Menge rief, war die Wirkung überwältigend: Mehr als 300.000 Berliner, die sich vor dem Schöneberger Rathaus versammelt hatten, bedankten sich mit stürmischem Jubel, für das Bekenntnis des Präsidenten. Der ganze Satz:  "All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin.  And therefore, as a free man, I take pride in the words: Ich bin ein Berliner!"

1965
Der Vorsitzende Karl Freiberg und 15 Turner leisteten Frau Vera Scheller Hilfestellung bei der Gründung der Schwimmabteilung.

1968
Spielten unsere Handball-Frauen, vor 35.000 Zuschauern, auf dem Spielfeld in der Schöneberger Radrennbahn am Sachsendamm  (heute steht dort ein Möbelhaus), gegen den 1. FC Nürnberg, um den letzten Deutschen Meistertitel auf dem Großfeld. Meister wurde der 1. FC. Diese Zuschauerzahl wurde in der Geschichte des Handballsports, nur ein Mal getoppt. Das war bei einem Demonstrationsspiel im Kleinfeldhandball im Jahr 1969. Da spielte  der OSC gegen die Reinickendorfer Füchse  im Berliner Olympiastadion vor 70.000 begeisterten Zuschauern, die  anschließend das Fußballspiel Hertha BSC gegen Borussia Mönchengladbach sahen.

1972
Einen Hort deutsch-amerikanischer Freundschaft gründeten die OSCer Karl Freiberg, Rudolf Matzke und Wolfgang Linke, mit dem damaligem Direktor der Schule Herrn Bewer. Seit dem hat der OSC eine Turnabteilung in der John-F.-Kennedy-Schule in Zehlendorf, in der inzwischen viele Jahrgänge von Mädchen, ihre Begeisterung zum Turnen entdeckt haben.  

Die Tanzsportabteilung Excelsior im OSC wurde gegründet.  Zwei Jahre später suchte, der im Jahr  1947 von der Tanzschule Keller gegründete Club Blau-Silber, seine sportliche und wirtschaftliche Unabhängigkeit und fand Aufnahme im OSC.  Aus Excelsior und Blau-Silber wurde die OSC-Tanzsportabteilung Blau-Weiß-Silber. Sportlich und bei der Organisation internationaler Tanzsportveranstaltungen, z.B. das BITAF und von vielen Weltmeisterschaften, war diese OSC-Abteilung überaus erfolgreich.

1983
Am 14. August gründeten 20 Hobbyspieler auf einem zugefrorenen Berliner Gewässer,  die  Eishockeyabteilung. Mitbegründer und Leiter der Abteilung war Fred Fleck.  Im Jahr 1985 wurde die Mannschaft der Eisladies gegründet, die sehr erfolgreich in der 1. Bundesliga (Deutscher Meister 1991, 2006, 2007, 2009) und ab 2008 auch in der neu gegründeten Europaliga spielt.    

1985
In der Vereinsversammlung am 15. April wurde durch eine Satzungsänderung, dem Club der  folgende Name gegeben: „OLYMPISCHER SPORT-CLUB BERLIN e.V.  Verein für Turnen, Sport und Spiel von 1890 in Berlin-Schönberg“.
 
Im dem Jahr entwickelt sich aus der 1934 gegründete reinen Männerabteilung Prellball, unter der Leitung von Jürgen Fiedler, die Prellball-  und Gymnastikabteilung,  in der seitdem Jugendliche, Frauen und Männer, gemeinsam die Sportangebote nutzen. Neben den Liga-Spielen im Prellball gehören jährliche Wanderungen, Radtouren, gesellige Veranstaltungen und Reisen, zu dem Jahresprogramm der Abteilung.

1987
Die ISTAF-Gemeinschaft von BSC-OSC-SCC, feierte mit einem Jubiläumsball im Schöneberger Prälaten: 50 Jahre ISTAF. Im August erwartete man bei dem Jubiläums ISTAF (IAAF Mobil Grand Prix) im Berliner Olympiastadion, den Einmillionsten Zuschauer seit 1937. In den Jahren 1937-1987 fielen beim ISTAF 11 Weltrekorde, und 3 Europarekorde.  In diesem Jahr feierten Ost- und Westberlin „750-Jahre Berlin“  noch durch die Mauer getrennt.

1990
Der Club beging mit einem Festakt im Alt-Schöneberger Saal, im Rathaus Schöneberg, am 28. Januar sein 100-jähriges Bestehen.  Als Auszeichnung für die in langjährigem Wirken erworbenen besonderen Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports, erhielt der Club die Sportplakette des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker.

Der OSC-Vorstand organisierte im Jubiläumsjahr 14 nationale und internationale Veranstaltungen. Darunter das BITAF (Berliner Internationales Tanzfestival in der Deutschlandhalle (Weltmeisterschaft der Junioren in den Standardtänzen),  einen großen Festball, im Hotel Inter-Continental.
Das Show-Programm wurde von Rudi Thiel und Jürgen Fiedler zusammengestellt. Über 1000 Mitglieder und Gäste, zum ersten Mal aus OST und WEST, konnte der OSC-Präsident Horst Wildgrube, mit großer Freude begrüßen. Zum Tanz spielte das RIAS-Tanzorchester  unter der Leitung von Horst Jankowski und die Moderation des Festballs hatte Günter Jauch übernommen.

Am 14. Oktober folgte dann eine fröhliche Sportshow in der Schöneberger Sporthalle, die von Jürgen Fiedler zusammengestellt wurde. Über 300 Mitwirkende aus dem Club, teilweise in Kostümen aus den Gründerjahren des Clubs. Im Programm auch Turner aus Cottbus, Potsdam und Berlin.  Im Vorprogramm sorgte die Amerikanische Militärband Berlin für Stimmung und die Schöneberger Sängerknaben begleiteten mit Berliner Gassenhauern, die Alt Berliner Tänze unserer Tanzsportabteilung, die Christel Marschall einstudiert hatte.    

1991
Fand das 50. Internationale Leichtathletik Stadionfest  ISTAF statt, auch im Jahr 1991 unter der Gesamtleitung von Rudi Thiel (OSC). Ab 1968 - 2001 hatte das ISTAF über 2,5 Millionen Zuschauer. ISTAF Präsident war Dr. Beier.

1993
OSC Vizepräsidentin Ursula Leschig, startete das vom LSB geförderte Kursprogramm „Fit für Freizeit“.

Nach schwierigen Verhandlungen mit dem Bezirk kann OSC Präsident Horst Wildgrube, dem Vorsitzenden der Tennisabteilung Friedbert Schuckert grünes Licht, für die Erweiterung der Tennisanlage am Vorarlberger Damm geben. Die Abteilung konnte die Anlage von 5 auf 8 Plätze vergrößern. Für das OSC Präsidium war das eine sehr schwierige Entscheidung, denn wir mussten dafür unsere Feldhockeyabteilung aufgeben.

1994
Nach einjähriger Bauzeit wurden von Präsident Horst Wildgrube und dem Leiter der Tennisabteilung Friedbert Schuckert, das neue Tenniscasino und die neu eingerichteten Umkleide- und Duschräume, am Vorarlberger Damm, feierlich eröffnet.

1995
Fand das fünfte BITAF (Berlin Internationales Tanz Festival),  ausgerichtet von der Tanzsportabteilung Blau-Weiß-Silber im OSC die Weltmeisterschaft der Lateinformationen in der Deutschlandhalle, statt. Das Rahmenprogramm, das bei den Berliner Tanzsportfreunden immer sehr gut ankam,  wurde wie immer bei den großen Deutschlandhalle-Veranstaltungen, von Christel Marschall einstudiert.
 
2002
Mit viel Herzblut und einem überwiegenden ehrenamtlichen Engagement, hatten die Vorstände und viele ehrenamtliche Helfer aus den Vereinen, das ISTAF der Vereine BSC-OSC-SCC, über 64 Jahre am Leben gehalten. Der Konkurs der vom Adidas- Chef  Horst Dassler gegründeten ISL (International Sports and Leisure), war eine Milliardenpleite und hinterließ beim IOC und anderen Weltverbänden ein riesiges Finanzloch.  Beim ISTAF war es ein Schuldenberg von 1.700.000 CHF. Die Folge davon, die ISTAF GmbH der Vereine musste Insolvenz anmelden und die Vereine kamen dadurch in eine Existenzbedrohende Situation.  Schon ab dem Jahr 2000  mussten sich die Vorstände und die Präsidenten der Vereine, mit einem immer größer werdenden Schuldenberg, bei den ISTAF- Veranstaltungen auseinandersetzen. Nach der ISL-Pleite und der dadurch ausgelösten ISTAF Insolvenz, war es anfänglich ein Schuldenberg von über 1.000.000 €.  In den folgenden Jahren trafen sich die Präsidenten der ISTAF Vereine, Hans-Joachim Fenske (BSC), Dr. Klaus Henk (SCC) und der im Jahr 2000 in das Amt gewählte Jürgen Fiedler (OSC), bei vielen Gesprächen, mit dem Finanzbehörden, dem Insolvenzverwalter, dem Steuerberater und bei Gerichtsterminen. Nach sechs schlimmen Jahren konnte Jürgen Fiedler, in der Vereinsversammlung im Jahr 2006,  nicht ohne Stolz und mit einem Dank an alle Mitglieder verkünden: Wir haben es geschafft, mit einem über viele Jahre sparsam aufgestellten Haushalt, einer Umlage und Spenden, mit der die Mitglieder den Club gestützt haben, ist der OSC wieder schuldenfrei und wir können uns nun mit Zuversicht um die Zukunft kümmern.     

2003
Im dem Jahr gründete der Abteilungsvorstand, mit der Unterstützung durch OSC-Präsident Jürgen Fiedler, den wirtschaftlich selbstständigen Tanzsportverein im OSC, den  Blau-Silber Berlin e.V. im OSC e.V.  Nach langer und intensiver Suche und mit der Unterstützung des OSC, konnte der Vorstand des Clubs, die Trainingsräume im Rathaus Friedenau anmieten.  

Die mitgemieteten Nebenräume wurden in Eigenleistung renoviert. Zusammen mit dem Schlesiensaal, sind die denkmalgeschützten Räume zu einem einmalig schönem Standort für den Berliner Tanzsport geworden. Nach der Neugründung konnte Tanzsportclub Blau-Silber-Berlin e.V. Tanzsportclub im OSC, an die herausragenden sportlichen und organisatorischen Erfolge, des Blau-Weiß-Silber Berlin anknüpfen.

2004
Begann die Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten in Schöneberg. Jürgen Fiedler, und Oberturnwartin Gisela Eckstein, haben das Projekt „Kleine kommen ganz groß raus“, aus der Taufe gehoben. Starthilfe gab es von der LSB-Sportjugend und der AOK-Berlin. Seit dem turnen die Kids einmal in der Woche, unter der Leitung von gut ausgebildeten OSC-Trainern, die dort auch auf Talentsuche für uns sind.    

2009
Seit Januar hat der OSC das Fitness-Studio der Sportschule des LSB angemietet, das von Jürgen Fiedler, zum 119 Geburtstag des Club, am 6. Januar feierlich eröffnet wurde. Erstmalig bietet der OSC seinen Mitgliedern Fitness- und Gesundheitssport und ein unterstützendes Krafttraining für den Leistungs- und Spitzensportler an. Ob das neue Angebot ein Erfolg wird, das wird sich in der Zukunft zeigen.  

Der im Jahr 1995 verstorbene Ehrenpräsident Karl Freiberg schrieb im Jahr 1990, in seinem Beitrag in der Festschrift 100 Jahre OSC-Berlin, das Folgende:

Tradition und Fortschritt – beide ín vernünftiger Weise von Sportidealisten gepflegt, weiterentwickelt und den Forderungen der Zeit angepasst  -  haben dazu geführt, dass der OSC Berlin zu den großen und bedeutenden Vereinen des Deutschen Sportbundes zählt.

(OSC-Geschichte, 05/2009 überarbeitet von J. F.)


Wir können nicht alles, aber zusammen können wir mehr!



Die Vorsitzenden des Clubs nach dem 2. Weltkrieg (ab 1985 Präsidenten):
1949-1952 Walter Kielmann
1953-1962 Werner Jacobi
1963-1974  Karl Freiberg
1975-1979 Walter Koenecke
1980-1983 Ulrich Vetter
1984-1999  Horst Wildgrube
1999-2000 Siegfried Wothe
ab 2000 Jürgen Fiedler

 

 
Die Entwicklung unseres Clubs

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